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03.12.2019

Penzlins Drittklässler im Stadtwald auf grüner Mission

Dürreperioden und der Borkenkäfer setzten den Fichten im Penzliner Stadtwald arg zu. Tausende Bäume mussten gefällt werden. Mit Grundschülern wurden nun erste neue Bäumchen gesetzt.

Penzlin. Das runde Loch ist im Waldboden im Penzliner Stadtwald, im Hufen, bereits vorbereitet. Zusammen mit Stadtförster Hannes Seemann setzt Drittklässlerin Emily einen kleinen Setzling hinein, schüttet das verbleibende Loch mit Erde zu und verdichtet diese durch festes Auftreten um den Baum herum. So soll der Lärchen-Setzling, dessen Stämmchen nicht mal einen Durchmesser von fünf Zentimeter hat, in einigen Jahren zu einem großen Baum heranwachsen.
15 Drittklässler der Penzliner Grundschule haben sich an der traditionellen Baumpflanzaktion beteiligt. Nicht immer geht es dabei auf eine kahlgeschlagene Fläche. Nach diesem Frühjahr bot sich das allerdings an. Denn im Hufen stehen auf etwa einem Hektar keine Bäume mehr. Vereinzelt ragen nur noch die Baumstümpfe nicht einmal einen halben Meter aus dem Erdboden heraus.
Das sind die Überreste von Fichten. Im Stadtwald mussten im Frühjahr 2019 Harvester und Kettensägen zum Einsatz kommen, um vom Borkenkäfer geschädigte Fichten zu fällen. Die Dürre des Vorjahres und die hohen Temperaturen bis in den Oktober 2018 hinein hatten dem wärmeliebenden Käfer äußerst gut gefallen. In der Folge hat er sich massenhaft vermehrt und auch die Bäume im Stadtwald befallen.

Fläche von rund 17 000 Quadratmetern betroffen
Kürzlich nun wurden auf einer abgeholzten Fläche im Hufen etwa 150 Bäume gepflanzt. Insgesamt, blickt Seemann über das Terrain, sollen hier wieder 6000 bis 7000 Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Allen voran die Europäische Lärche, Eiche, Kirchen und 20 Esskastanien. Die Fläche im Penzliner Stadtforst musste im Frühjahr dieses Jahres geschlagen werden – notgedrungen, weil sich mit dem Buchdrucker und Kupferstecher zwei unliebsame Borkenkäferarten über den dort ehemals wachsenden Fichtenbestand hermachten. Die Killer-Käfer kappten die Leitungsbahnen des Baumes. Das bedeutet unweigerlich seinen Tod. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sich an einer Fichte bis zu 10 000 Borkenkäfer nähren.
Im Stadtwald Penzlin als auch im Krukower Gemeindewald waren Fichten auf einer Gesamtfläche von rund 17 000 Quadratmetern betroffen. Der Fichtenbestand muss perspektivisch deshalb gezielt umgebaut werden, wie es im Fachjargon der Förster heißt. Fichte wird durch andere, weniger anfälligere Bäume wie Douglasien oder Lärchen ersetzt. „Im ganzen Penzliner Stadtforst haben wir einen Nadelbaumanteil von etwa 20 Prozent – den wollen wir auch beibehalten“, betont Seemann.
Derzeit betrage der Fichtenanteil noch rund sechs bis sieben Prozent. Sollten auch diese vom Borkenkäfer befallen werden, wird wohl das Fällen unumgänglich werden. Langfristig soll das den Nadelbaumanteil jedoch nicht schmälern.

03.12.2019 
Quelle: Nordkurier 

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