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02.12.2019

Rockow erlebt eine unruhige Flammennacht

Der Schaden ist immens: Flammen verschlangen förmlich das Gutshaus in Rockow nahe Penzlin. Die Brandursache ist nach wie vor unklar.

Rockow. Dass in der Flammenhölle kein Mensch zu Schaden kam, grenzt an ein Wunder. Mitten in der Nacht zum Sonntag brach im ehemaligen Rockower Gutshaus ein Brand aus. Das Feuer fand in dem Fachwerkhaus mit seinen Lehmwänden und -decken, angebrachten Gipskartonplatten und Kartons allerhand Nahrung. Im Haus: ein Ehepaar, das in dem erst kürzlich zum Wohnhaus mit fünf Mietparteien umgebauten Objekt lebte. Der 60-Jährige und seine vier Jahre jüngere Ehefrau konnten sich nach Entdeckung des Brandes gegen 1.30 Uhr unverletzt ins Freie retten. Der Schock ist groß – genauso wie der festgestellte Schaden, der laut Polizei bei rund 600 000 Euro liegen soll.
Enrico Hinz, Möllenhagens Gemeindewehrführer, bot sich bei Ankunft ein Bild des Schreckens: Die Flammen verschlangen das ehemalige Gutshaus nahe Penzlin förmlich und züngelten wild aus dem Dachstuhl ganz oben sowie im Flur des Erdgeschosses. „Es kamen teilweise die Gipskartonwände und auch die Decken herunter. Ein Innenangriff für die Kameraden wäre viel zu gefährlich gewesen“, begründete Hinz, weshalb lediglich von außen und über die Drehleiter von oben gelöscht wurde. Viereinhalb Stunden dauerte es, bis der Brand unter Kontrolle gewesen ist. Und das, obwohl das Grundstück direkt an den Hofsee grenzte. Nach weiteren vier Stunden gab es immer noch Glutnester. Heimtückisch waren vor allem die Zwischenräume zwischen Mauerwerk und Gipskarton. „Um 9 Uhr morgens stellten wir an manchen Stellen immer noch über 100 Grad Celsius fest“, so Hinz, der mit 70 Einsatzkräften von sechs Feuerwehren vor Ort war.
Die Brandursache ist nach wie vor unklar. Heute soll sich das Ganze ein Brandursachenermittler anschauen. Kurzfristig spitzte sich die Situation dramatisch zu, als das Feuer drohte, auf zwei am ehemaligen Gutshaus angrenzende Wohnhäuser überzugreifen. Vorsorglich wurden fünf Personen in Sicherheit gebracht. Die Löscharbeiten verhinderten ein Übergreifen. Schnell war die Gefahr gebannt. Die Bewohner konnten in ihre Häuser zurück. Die beiden Mieter des Gutshauses wurden vorübergehend in einer Ersatzwohnung im Ort untergebracht.
Gegenwärtig ist das Objekt nicht bewohnbar. Das wird es vermutlich so schnell auch nicht sein. Denn erst wurde es von den Flammen verschlungen, hernach durch sehr viel benötigtes Löschwasser nahezu ertränkt, wie Hinz illustrierte.
Der Kriminaldauerdienst aus Neubrandenburg hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.
Kontakt zur Autorin
s.salzmann@nordkurier.de

02.12.2019 
Quelle: Nordkurier 

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