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11.01.2020

Schliemann-Museum hat mehr Besucher

Die neue Ausstellung zum Troja-Ausgräber und Kaufmann Heinrich Schliemann hat dem Museum in Ankershagen einen Besucheraufschwung gebracht. Den gilt es nun zu halten. Dafür hat die Museumsleiterin einige Ideen.

Ankershagen. „Wir sind sehr zufrieden“, sagt Museumsleiterin Undine Haase über die Besucherzahlen des Heinrich-Schliemann-Museums in Ankershagen. Seit der Eröffnung der neuen Ausstellung im Juni des vergangenen Jahres kamen 11 500 Gäste. Das sei die höchste Zahl seit 2011. Die meisten Gäste gab es mit je mehr als 17 000 in den Jahren 1999 und 2000. Damals war die vorherige Museumsschau neu eröffnet worden. Zuletzt war die Zahl auf rund 10 000 Besucher im Jahr gesunken.
Die neue Ausstellung hat die Hoffnungen erfüllt und wieder mehr Urlauber und auch Einheimische in das frühere Pfarrhaus gezogen, wo Schliemann, der als einer der bedeutendsten Archäologen Deutschlands gilt, acht Jahre seiner Kindheit verbrachte. Knapp eine halbe Million Euro von Bund, Land, Kreis und der Heinrich-Schliemann-Gesellschaft flossen in die Umgestaltung des Ortes, wo der Kindheitstraum von Heinrich Schliemann, die Ausgrabung des antiken Trojas, geboren wurde.

Bis 2022 soll ein neues Schiff gebaut werden
„Die guten Zahlen gilt es natürlich zu halten“, sagt Undine Haase. Deutlich spürbar bei den Besucherzahlen sei bereits der Effekt der großen Außenplakatwerbung am Neubrandenburger Marktplatz-Center gewesen. Bei der Vermarktung des Museums wolle man neben der Touristenhochburg Waren nun auch verstärkt auf andere Städte wie Neustrelitz und Neubrandenburg setzen. Denn auch bei den Einheimischen sei das Interesse sehr groß, und einige Museumsbesucher würden sogar mehrmals kommen, mit Freunden, Gästen und der Familie im Schlepptau.
In zehn aufwendig gestalteten Räumen können die Besucher in das außergewöhnliche Leben des berühmten Archäologen eintauchen. Die zusammen mit der Heinrich-Schliemann-Gesellschaft entworfene Ausstellung geht stärker als bisher auf den widersprüchlichen Menschen Heinrich Schliemann und seine Beziehungen zu Familie, Verwandten und Freunden in Mecklenburg ein. Wie zuvor sind Originalfundstücke aus Griechenland und Troja, eine Nachbildung der Maske des Agamemnon, Fotos, Texte und Modelle zu sehen. Die Fundstücke sind Leihgaben des Berliner Museums für Vor- und Frühgeschichte. Ergänzt werden die Exponate noch durch digitale Bilderbücher, Hör- und anderen Medienstationen. Diese würden bei den Besuchern sehr gut ankommen, wie Undine Haase sagt.
Kräftig investiert wurde auch in den Park, wo Kinder mit Schippen in einem archäologischen Sandkasten nach Schätzen graben können. Bald soll auch noch eine Wissensstraße und eine Triere, ein griechischer Dreiruderer, dazukommen. „Das Schiff war schon länger geplant. Doch durch den Neubau des trojanischen Pferdes musste dieses Vorhaben erst mal zurückgestellt werden. Doch bis 2022, wenn wir Schliemanns 200. Geburtstag feiern, wollen wir fertig sein“, sagt Undine Haase.
Das Museum selbst feiert in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag. Bis zum Gründungsdatum im Dezember möchte das Museumsteam natürlich nicht warten. Das ganze Jahr über soll es Feste und Aktionen anlässlich des Jubiläums geben. Bereits am 13. März wird die ganzjährige Sonderausstellung über 40 Jahre Museumsarbeit eröffnet. Im Sommer steigt natürlich das griechische Fest, und im September soll es ein weiteres Museumsfest geben. Auch das Sommerkino der Gemeinde, das seit zwei Jahren für Sternstunden auf großer Leinwand im Park von Friedrichsfelde sorgt, wird im Museumspark Station machen und einen Troja-Film zeigen. „Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde klappt sehr gut“, sagt Undine Haase.

Kontakt

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Amt für Hauptverwaltung und Bürgerdienste
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