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30.01.2019

Schliemann-Museum will den Troja-Entdecker ganz neu zeigen

Eine zu engstirnige Perspektive auf Heinrich Schliemann soll nach dem neuen Konzept des Museums in Ankershagen nicht mehr aufkommen. Deshalb soll seine Biografie mehr beleuchtet werden.

Ankershagen. Der „Albert Einstein der Seenplatte“ trägt den Namen Heinrich Schliemann. In dessen Elternhaus in Ankershagen befindet sich das Museum im Sanierungszustand. Seit Mitte September bis in den späten Frühling 2019 hinein wird am neuen, digitaleren Ausstellungskonzept gearbeitet. Ziel soll die dreidimensionale Erlebbarkeit des Troja-Entdeckers sein. Insgesamt 491 500 Euro fließen in das Museum, das zum 1. Juni ihre Pforten wieder öffnen soll.
Neben dem abgelegten „Staub des Analogen“ durch den Einsatz von Tablets und Hörstationen in deutscher und englischer Sprache wird es außerdem eine rund 30 Quadratmeter größere Ausstellungsfläche und damit auch zwei Räume mehr geben. Auf nunmehr 175 Quadratmetern soll verstärkt auf Schliemanns Biographie, sein Talent, sich 20 Sprachen anzueigenen, und die Lebensumstände der damaligen Zeit eingegangen werden. Neu wird unter anderem der stärkere Fokus auf Schliemann als Weltbürger beziehungsweise Kosmopolit legen. Ausstellungsmöbel sollen dem Besucher die damaligen Lebensumstände bewusster machen: Verbrachte er in Ankershagen seine Kindheit, folgten bald darauf seine Lehr- und Kaufmannsjahre in Hamburg sowie Amsterdam, gefolgt von seinem unternehmerischen Agieren in Russland und Amerika – bis hin zum Ausgraben der Mauern Trojas.
Neu wird ein interaktives Bilderbuch sein, erklärt Christine Rutsch vom Planungsbüro. In diesem finden sich Bilderstrecken zu Schliemanns Lebensabschnitten. Die letzten vier der zehn Räume widmen sich den Grabungen. Tiefe Schauwände ermöglichen es dem Besucher, sich die Exponate von allen Seiten zu betrachten. Das besondere Highlight ist eine Fachwerkwand zwischen zwei Räumen. Sie werde als überdimensionaler Setzkasten mit Glas verkleidet. Darin sollen alle 80 keramischen Originalfunde Schliemanns zu sehen sein.
Großformatige Bilder und Kerntexte sollen der mehrfach von Gästen vorgetragenen Kritik Rechnung tragen, dass die Ausstellung zu textlastig aufgestellt ist. Wer weniger lesen möchte, könne sich zukünftig auf die Kernfakten beschränken und bei Interesse weiter eintauchen, so die Museumsleiterin Undine Haase. „Trotzdem geht derjenige, der nur die Haupttexte liest, mit einem soliden Wissen aus der Ausstellung.“

30.01.2019 
Quelle: Nordkurier 

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