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30.10.2019

Schnelles Internet für Penzlin und das Umland

Die Verträge sind unterzeichnet. Ab dem kommenden Jahr werden in Penzlin, Möllenhagen und Ankershagen unterirdische Rohrtrassen gezogen, um Glasfaserkabel für schnelles Internet zu verlegen.

Penzlin. In zweieinhalb Jahren sollen auch die Einwohner der Stadt Penzlin sowie der Gemeinden Ankershagen, Möllenhagen, Hohenzieritz, Klein Vielen und Kratzeburg schnelles Internet bekommen. Der Landkreis hat jetzt mit der Neu-Medianet GmbH, eine Tochtergesellschaft der Neubrandenburger Stadtwerke, einen Vertrag über den Breitbandausbau in diesem Gebiet geschlossen. Das teilt die Stadtwerke-Sprecherin Steffi Schwabbauer mit.
Mit einem Baustart werde im März 2020 gerechnet, im Sommer 2022 sollen die Arbeiten beendet sein, so Schwabbauer. Warum das so lange dauert? Immerhin müssen in diesem Gebiet 201 Kilometer unterirdische Rohrtrassen gezogen werden, um insgesamt 411 Kilometer Glasfaserkabel zu verlegen. Rund 3500 Privathaushalte und 350 Unternehmen sowie drei Schulen werden damit Zugang zu Highspeed-Internet und Telefonie erhalten. Dafür erhält die Neu-Medianet GmbH 16,9 Millionen Euro Fördermittel aus dem entsprechenden Förderprogramm des Bundes.
Für das Unternehmen ist das Penzliner Umland schon das fünfte Projektgebiet - es hat sich auch schon bei den Ausschreibungsverfahren für die Regionen um Burg Stargard, Friedland, Altentreptow und Stavenhagen durchgesetzt. Damit hat es nun die Verantwortung für alle Gebiete rund um die Kreisstadt erhalten. „Für uns schließt sich der Kreis. Wir haben uns gezielt für diese Regionen beworben, weil wir dort als Anbieter von Trinkwasser, Strom und Gas, aber auch als Entsorger zu einem großen Teil bereits bekannt sind“, sagt der Vorsitzende der Neu-SW-Geschäftsführung, Ingo Meyer, der auch Geschäftsführer der Neu-Medianet ist.
Nach der Vertragsunterzeichnung geht es jetzt für die Mitarbeiter der Neu-Medianet in die Feinplanung des Breitbandausbaus im Umland von Penzlin. Dann werden zunächst Ämter und Gemeinden informiert. Genaue Auskünfte zu Bauarbeiten und Anschlussmöglichkeiten in den einzelnen Orten folgen dann nach und nach in zahlreichen Einwohnerversammlungen.
Die anderen Gebiete des Müritzkreises müssen noch länger auf den öffentlich geförderten Breitbandausbau warten. Dort sind zwar schon die Ausschreibungsfristen abgelaufen, doch die eingegangenen Bewerbungen der Bieter müssen noch ausgewertet werden, bevor eine Vergabe erfolgen kann, so Kreissprecherin Haidrun Pergande.
In der Stadt Waren selbst wird man nicht vom Förderprogramm profitieren. Dort hat man sich schon vor Jahren gemeinsam mit der Telekom um schnelleres Internet bemüht. Bis Ende 2016 wurden 17 Kilometer Glasfaserkabel verlegt. 9000 Haushalte erhielten somit einen Datenturbo per Vectoringtechnik, so Stadtsprecherin Stefanie Schabbel. Der Wermutstropfen: Der Ausbau damals erfolgte nur auf 30 Megabit pro Sekunde – die jetzt vom Bund unterstützten Projekte zielen aber schon auf 50 Megabit pro Sekunde ab. Gefördert werden jetzt aber nur solche Regionen, wo das Internet mit einer Geschwindigkeit von weniger als 30 Megabit pro Sekunde empfangen werden kann – damit war Waren leider raus, so wie beispielsweise auch große Teile Malchows und andere Ortschaften, wo die Telekom schon aktiv war.
Probleme gibt es auch noch in den Warener Ortsteilen Rügeband und Jägerhof. Für diese Ortschaften habe man einen Antrag beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gestellt, damit sie ans Gigabit-Netz angeschlossen werden können, so Stefanie Schabbel.

30.10.2019 
Quelle: Nordkurier 

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