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27.06.2019

Unterlegener Kandidat versucht es als Stellvertreter

Gegen das Kräfteverhältnis der Wählergemeinschaft „BV Ländlicher Raum“ kommt Einzelbewerber Jens von Helms nicht an, aber er ist nun erstmalig in der Ankershagener Gemeindevertretung.

Ankershagen. Um es aus wirtschaftlicher Perspektive zu sagen: Der „Bauernverband Ländlicher Raum“ musste seine Monopolstellung als einzige politische Kraft im künftig achtköpfigen Gemeinderat Ankershagen mit der jüngsten Kommunalwahl aufgeben. Allerdings können die gewählten Vertreter auch weiterhin den größten Einfluss nehmen – wenn denn unter den sieben BV-Vertretern Einhelligkeit herrscht.
Große Einigkeit der BV Ländlicher Raum etwa herrschte bei der konstituierenden Sitzung, bei der gleich zu Anfang das deutliche Machtgefüge demonstriert wurde. Denn zur Kommunalwahl waren Thomas Will, der dann mit 80 Prozent wiedergewählte Bürgermeister, und Jens von Helms als Einzelbewerber für das Amt des Ortschefs gegeneinander angetreten. Gegen Will – bekannt für seine Bürgerinitiative für eine angemessene Ko-Existenz zwischen Landwirtschaft, Naturschutz und Tourismus – hatte der Zugezogene jedoch kaum eine Chance. Eine neue Chance witterte von Helms allerdings bei der konstituierenden Sitzung. Er ließ sich neben Sabine Schulze (ebenfalls von der BV Ländlicher Raum) für den ersten Stellvertreterposten aufstellen. Zweitwichtigster Mann im Ort nach Will. Beim Votum aber stimmten vier der BV gegen von Helms als stellvertretenden Bürgermeister; einer enthielt sich, von Helms selbst gab sich eine Stimme.
Auch auf diesen Posten musste er also verzichten. Stattdessen wird Sabine Schulze (ihr Ehemann sitzt ebenfalls für die BV in der Gemeindevertretung) erste Stellvertreterin des Bürgermeisters. Alle Vertreter der BV-Wählergemeinschaft entschieden sich für die einzige Dame unter den acht Kommunalvertretern. Von Helms votierte dagegen.
Mit der Wahl Schulzes wurde für Thomas Will weiterhin ein traditioneller Pfad beschritten. Schon seit vielen Jahren, begründete der Chef über Ankershagen den für ihn zufriedenstellenden Entscheidungsausgang, habe stets eine Frau den ersten Stellvertreterposten besetzt. „Eine Frau hat doch noch einmal einen anderen Blick auf die Dinge. Damit sind wir in den letzten Jahren gut gefahren“, bekräftigte Will.
Von Helms’ Stunde schlug erst mit der Vergabe des zweiten Stellvertreterpostens. Für seinen einstigen Gegenkandidaten brachte Will selbst den Vorschlag ein, von Helms den zweiten Vize-Posten zu überlassen – einstimmig folgten die Anwesenden diesem Anraten.Zur neuen gewählten Gemeindevertretung Ankershagen gehören neben Thomas Will auch Robert Möller, Sabine Schulze, Marko Wieczorek, Olaf Zilz, Thomas Schmiechen und Helmut Schulze von der BV Ländlicher Raum sowie Einzelbewerber Jens von Helms.

27.06.2019 
Quelle: Nordkurier 

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