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07.01.2020

Voß-Haus: Duo verbreitet gute Laune

Sicherlich wollte Silvio Witt viel mehr aus seinem Buch zitieren. Doch der Bürgermeister verquatschte sich ein ums andere Mal mit Fernseh-Frau Friederike Witthuhn und sorgte so für einen unterhaltsamen Abend in Penzlin.

Penzlin. „Wir haben heute hochkarätige Gäste eingeladen“, versprach Penzlins Bürgermeister Sven Flechner am Freitagabend und lockte seinen Neubrandenburger Amtskollegen sowie eine NDR-Moderatorin auf die kleine Bühne des Voß-Hauses. „Seit dem vergangenen Juni haben wir den ersten Freitag im Monat als kulturellen Veranstaltungstag etabliert und noch nie war das Voß-Haus so gut besucht“, freute sich Sven Flechner über 50 Gäste, die den Raum bis auf den letzten Platz füllten. Und auch Silvio Witt und Friederike Witthuhn zeigten sich begeistert vom regen Zuspruch.
Das Duo, das derartige Abende über Poesie, Pop und Politik schon einige Male absolviert hatte, präsentierte sich gleich von der ersten Minute an als eingespieltes Team und lieferte sich im Warm-up bereits eine poetische Schlacht aus Wortspielereien. Neubrandenburgs Oberbürgermeister Silvio Witt, der wie seine Mitstreiterin sein Buch „Zwei Herzen an der Leine“ fest in den Händen hielt, verriet: „Für mich sind Gedichte wie kleine Momentaufnahmen oder wie geschriebene Fotografie.“ Und 32 dieser kleinen Verse befinden sich in jenem Buch, um das es bei der jüngsten Auflage von „Stadt Land Olymp“ gehen sollte. „Wir werden aber nicht alle Gedichte vorlesen, meist schaffen wir nur elf“, meinte Silvio Witt. Er sollte recht behalten. „Dieses Buch ist vor zehn Jahren entstanden. Ich habe es fertig geschrieben und dann lag es eine Weile“, blickte der Oberbürgermeister von Neubrandenburg zurück. „In einer schnelllebigen Zeit sind diese kleinen Episoden sehr kurz gehalten“, so Witt.
Nicht ganz so kurz konnte sich dagegen das Duo halten, das sichtlich Spaß auf der Bühne hatte. Dem Penzliner Publikum gefiel es. Mit Rotwein, Bier oder Säften in der Hand verfolgten die Anwesenden, wie sich die beiden immer wieder vom eigenen Leitfaden entfernten. Nach einer halben Stunde Einleitung konnten sich Witthuhn und Witt letztlich doch auf den Start der ersten Kostprobe einigen und nahmen die Gäste mit auf die Reise „Berlin fahren“. Ein moderner Reim zeigte die Eindrücke einer klischeehaften Fahrt mit dem Regionalexpress 1330 auf und die Penzliner sowie extra Angereiste fühlten mit dem OB der Viertorestadt. Herzlich lachend wurden die Zeilen auseinandergepflückt und Parallelen zur realen Welt geknüpft.
„Oh verdammt, schon so spät, aber einen schaffen wir noch vor der Pause“, drängte Witt seine Gesprächspartnerin zur nächsten Kostprobe, die lediglich ein Wort pro Zeile beinhaltete. Doch auch das reichte aus, um wieder für jede Menge Gesprächsstoff zu sorgen. So erfuhren die Gäste von „Stadt Land Olymp“, dass Silvio Witt zwar nicht eitel ist, aber immer gut auf Fotos aussehen möchte. „Das gelingt aber nicht immer“, so der Bürgermeister. Dafür machte er auf der kleinen Bühne einen guten Eindruck und hätte sicherlich noch viele weitere Plauder-Stunden füllen können.

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Amt für Hauptverwaltung und Bürgerdienste
Öffentlichkeitsarbeit, Kultur, Schule
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