Hilfsnavigation

Blick auf Penzlin vom Mühlenberg Spiegelung
Logo natürlich Mecklenburgische Seenplatte
29.01.2020

Wurde die Gutmütigkeit von Jost Reinhold ausgenutzt?

War das am Ende ein Fehler? Jost Reinhold sorgte dafür, dass zwei heute 19 und 17 Jahre alten Männer nicht mit 50 000 Euro Schulden in ihr noch junges Leben starten müssen.

Penzlin. Mit seiner Spende kompensierte Reinhold den Schaden, den die beiden Jungen Ende 2017 anrichteten, als sie 88 Jungbäume köpften. Die Jungs nahmen auf Wunsch des Mäzens einen Tag lang an einer Pflanzaktion im Penzliner Stadtwald teil. Das war Mitte Dezember. Doch Reinhold erhoffte sich noch eine weitere Geste: wenigstens ein persönliches Gespräch, ein Danke der Baumfrevler. Weit gefehlt.
Darauf nämlich wartet der 90-Jährige bis heute. „Keiner hat sich gemeldet und am Ende kommen mir Zweifel, dass ich letztendlich in der ganzen Angelegenheit der Dumme bin“, findet er. Seine Nachricht strotzt vor Enttäuschung. Dabei versicherte zur Pflanzaktion zunächst der inzwischen 19-jährige Täter, dass er zeitnah das Gespräch mit Jost Reinhold suchen werde, um sich zu bedanken, dass Reinhold ihm trotz der Dummheit, die er begangen habe, finanziell hilft. Eine Selbstverständlichkeit sei daher das Gespräch. Sein zwei Jahre jüngerer „Mitstreiter“ ließ sich nicht entlocken, inwieweit er das Gespräch suchen wolle.
Für Jost Reinhold steht natürlich außer Frage, dass er nun deshalb seine Spende an die betroffenen Kommunen zurückziehen werde. Das passiert nicht. Ein Gefühl von Enttäuschung bleibt nach diesem Vorfall aber zurück. Verurteilt wurden die Jungen überdies zu 100 Stunden gemeinnütziger Arbeit. Bis Ende März müssen sie diese Gerichtsauflage erfüllt haben. sal

Kontakt

Frau Gesa Pasch
Amt für Hauptverwaltung und Bürgerdienste
Öffentlichkeitsarbeit, Kultur, Schule
Warener Chaussee 55a
17217 Penzlin

Telefon+49 3962 2551-78
Fax+49 3962 2551-52
g.pasch@penzlin.de