Bocksee - Ort der Nationalparkgemeinde Ankershagen
Bocksee liegt auf einem Hochplateau 100 Meter über NN in einem großen Sandergebiet. Das Hochplateau entstand während der Pommerschen Eiszeit vor etwa 15.000 Jahren, als das Eis von Skandinavien aus bis hier vorrückte. Über viele Jahrhunderte hinweg schmolz das Eis und entließ den mitgeführten Sand. Auf diese Weise bildete sich ein mächtiges Plateau heraus, das nach Süden in das Waldgebiet des Müritz-Nationalparkes übergeht. Der in der Umgebung von Bocksee lagernde grobkiesige Sand ist sehr gut als Baustoff geeignet und wird deshalb industriell abgebaut. Etwa 800 m nördlich von Bocksee liegt die riesige Kiesgrube Rethwisch. Weil das Wasser in dem Sandgebiet um Bocksee sofort versickert, gibt es hier keine Bäche. Dafür fließt das Wasser unterirdisch sowohl in die Havel und in die Müritz als auch in die Peene ab.
Im Nordosten breitet sich eine hügelige, waldreiche Endmoränenlandschaft aus.
Im Juni blühen auf den Feldern um Bocksee die Lupinen, die Phazelia und die Serradella. Dann mischen sich alle Farben von Gelb über Rot, Violett bis Blau in den verschiedensten Nuancen und bilden eine fesselnde Farbensymphonie.
Aber auch zu anderen Jahreszeiten lohnt sich ein Besuch. Die Landschaft zeigt jedes Mal ein neues Gesicht, im Frühjahr mit dem frischen Birkengrün, im Sommer mit den reifenden Getreidefeldern und im Herbst mit den neuen Saaten.